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Low Impact Haus
ein Plädoyer für ein kostengünstiges Haus mit minimiertem CO2-Fußabdruck - robust, wartungsarm, gesund
Sparsame Wohnflächenplanung unter Vermeidung unnötiger Verkehrsflächen bewirkt Minimierung des zu beheizenden Raumluftvolumens und der wärmeübertragenden Hüllfläche. In Kombination mit einer sehr guten Wärmedämmung und einem sparsamen Haustechnikkonzept ergibt sich eine signifikante Minderung des Heizwärmebedarfs. Energetisches Niveau Effizienzhaus 55/40 (www.kfw.de).
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Kohlendioxidausstoß im Lebenszyklus CO2/m²a < 24kg. Minimierter Einsatz von Materialien mit hohem Primärenergieinhalt wie Metalle, Glas (Fensterscheiben) oder Zement. Größtmögliche Schonung natürlicher Ressourcen und zerstörungsfreie Demontierbarkeit der meisten Bauteile.
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Grundrissbeispiel: Erdgeschoss eines zweigeschossigen Einfamilienhauses (alternative Entwurfsvarianten sind möglich)

Kompakter Baukörper, keine Unterkellerung, Kellerersatzräume; Temperierte Räume im Hauptvolumen (nur rd.400cbm), Nebenräume im unbeheizten Anbau (im Grundriss hier links: Eingang, Abst., Hauswirtschaft).
ÖKOLOGIE/BAUSTOFFE
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Verwendung nachwachsender Baustoffe: Fichtenholz für die Konstruktion in Holzskelett-/Holzständerbauweise, Lärchenholz für die Fassade (aber auch Verputz ist möglich), Holzweichfaserplatten oder Stroh-Lehmmischung (alternativ Zellulosefaser aus recyceltem Papier) für die Wanddämmung.
Keine industrielle Vorfertigung (keine Leimbinder, keine Spanplatten, keine Folien), stattdessen Verwendung sägerauher einheimischer Hölzer (Fichte u. Lärche); Zementeinsatz im Rohbau auf ein Mindestmaß beschränken (Beton nur Fundamente).
Verzicht auf chemische Erzeugnisse (Lacke, Leime, Dichtstoffe, Farben): keine Belastung der Innenraumluft mit Schadstoffen. 2-3cm dicker Lehmputz reguliert die Luftfeuchte im Haus und liefert ein gutes Raumklima. Ein diffusionsoffener Wandaufbau funktioniert bauphysikalisch (Wärme- und Feuchteverhalten) optimal.
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HAUSTECHNIK; WÄRMEKONZEPT
Wärmeerzeugung durch Luft-Wasser-Wärmepumpe, in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage (ca.30qm)
oder Holzofen mit Wassertasche in Kombinaton mit Warmwasserkollektoren (Solarthermie).
Minimierte Heizungsverteilung und Leitungswärmeverluste, geringer Hilfsenergiebedarf (lediglich 1 Umwälzpumpe ca. 10W; keine Zirkulationspumpe).
Kein Einbau mechanischer Lüftungsanlagen, stattdessen Fensterlüftung - der Nutzer steuert über Querlüftung den Luftwechsel nach Bedarf.
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ERGEBNIS
Auf sinnvolles Maß reduzierte Wohnfläche, Schlafräume etwas weniger warm, Querlüftung, nachwachsende Baustoffe, simplifizierte Haustechnik - mit den richtigen Stellschrauben wird viel erreicht: Ökologische Verträglichkeit, reduzierte Bau- und Betriebskosten und beste Wohngesundheit! Das Weglassen von Anstrichen an Außenwänden bewirkt eine natürliche Patina. Der Reiz des Gebäudes: lebendig und wartungsarm. Weniger Perfektionismus hat keine Nachteile, die Wohnqualität mindert das nicht. Ich bin überzeugt davon, dass das Wohnen in nicht ganz so „cleanen“ Räumen, aber dafür inmitten natürlicher Materialien, auf Dauer deutlich gesünder ist - sowohl für den Körper als auch für den Geist.
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Die Baukosten für ein solches Gebäude liegen (Stand 2026) bei ca. 350.000 Euro inkl. MwSt und Baunebenkosten (Planung, bautechn. Nachweise). Einfamilienhäuser in konventioneller Mauerwerksbauweise liegen preislich meist 50-100% höher. Mit Eigenleistung lassen sich noch deutliche zusätzliche Einsparungen erzielen. Aktuell ist im Kfw-Programm "Klimafreundlicher Neubau" eine Förderung mit Kredit bis zu 150.000 Euro möglich. Das Konzept ist individuell planbar, einzelne Parameter können auch abweichend ausgeführt werden.
t08665-929785
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